Case Study: Wie ein Gerüstbauunternehmen 12 Monteure in 60 Tagen eingestellt hat (Ohne Headhunter)

27. Dezember 2025 | Faisal Darwish
Lassen Sie uns unverbindlich sprechen.
Wir analysieren Ihre aktuelle Situation und zeigen Ihnen eine klare Roadmap, wie Sie Ihre Stellen in den nächsten 30 Tagen besetzen.
Ihr Ansprechpartner
Faisal Darwish
„Das glaubt mir doch keiner. In meiner Region ist der Markt leergefegt.“ Das war der erste Satz, den wir von Geschäftsführer Michael S. (Name geändert) am Telefon hörten. Sein Gerüstbaubetrieb mit 35 Mann stand kurz davor, lukrative Aufträge abzulehnen, weil ihm schlicht das Personal für die Montage fehlte.
In der Gerüstbau-Branche gelten 12 Neueinstellungen in zwei Monaten als fast unmöglich – es sei denn, man kauft einen ganzen Betrieb auf. Doch dieser Fall beweist: Es ist machbar. Nicht durch Glück, sondern durch eine radikale Umstellung der Recruiting-Strategie.
In dieser Fallstudie öffnen wir die Motorhaube. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie wir für unseren Kunden das Ruder herumgerissen haben – und wie Sie diese Blaupause für sich nutzen können.

Die Ausgangslage: Volle Bücher, leere Lagerhalle

Die Situation des Kunden war typisch für die Branche:
  1. Auftragsstau: Lukrative Angebote mussten abgelehnt werden, weil das Personal fehlte.
  2. Kosten-Falle: Um Spitzen abzufangen, wurden teure Leiharbeiter (Zeitarbeit) eingesetzt. Die Marge schrumpfte massiv.
  3. Frust: Stellenanzeigen auf eBay Kleinanzeigen und der Agentur für Arbeit brachten nur Bewerber, die nicht zuverlässig waren oder keinen Führerschein hatten.
Das Ziel war klar: Wir brauchten erfahrene Gerüstbauer, die sofort anpacken können. Keine Helfer, die erst angelernt werden müssen, sondern Monteure, die ein Aufmaß verstehen.

Schritt 1: Die schonungslose Analyse (Warum bisher nichts kam)

Wir analysierten die bisherigen Maßnahmen des Kunden. Schnell wurde klar, warum die Suche erfolglos war. Er beging einen der klassischen Recruiting‒Fehler im Gerüstbau: Er suchte an der falschen Stelle mit den falschen Argumenten.
  • Der Fehler: Die Stellenanzeige war eine Text-Wüste mit Anforderungen („Pünktlichkeit, Belastbarkeit, Flexibilität“).
  • Die Realität: Ein guter Monteur weiß, dass er belastbar sein muss. Das lockt ihn nicht. Er will wissen: Was springt für mich dabei raus?

Schritt 2: Das Angebot schärfen (Der „No-Brainer“)

Wir haben das Angebot komplett umgedreht. Statt Forderungen zu stellen, haben wir Benefits kommuniziert, die den Schmerzpunkt der Zielgruppe treffen. In diesem Fall war es nicht nur der Lohn. Wir fanden heraus, dass viele Monteure in der Region genervt von langen Anfahrtswegen zu Baustellen waren (teilweise 2 Stunden Fahrt).
Unsere Botschaft (Der Hook): „Arbeite regional. Jeden Abend um 17:00 Uhr zu Hause. Und dazu ein eigener Sprinter.“
Das war der Hebel. Wir positionierten den Job als Upgrade für die Lebensqualität. Das ist einer der stärksten Benefits im Handwerk, den Sie bieten können.

Schritt 3: Die Kampagne (Authentizität statt Stock-Fotos)

Wir verzichteten auf professionelle Models. Der Geschäftsführer nahm sein Smartphone und machte ein kurzes, wackeliges Video direkt vor dem LKW. Er sagte einfach: „Jungs, wir brauchen Verstärkung. Wir zahlen Tarif plus Zulage, die Autos sind neu, das Material ist top. Meldet euch.“
Warum hat das funktioniert? Weil es echt war. Es passte zur Employer‒Branding‒Strategie des Unternehmens: Hemdsärmelig, direkt, ehrlich. Dieses Video spielten wir über Facebook und Instagram gezielt an Männer im Umkreis von 40 km aus, die Interesse an Handwerk, Bau oder Fußball zeigten.

Schritt 4: Die Hürde entfernen (Der 60-Sekunden-Funnel)

Das war der entscheidende technische Schritt. Wer auf die Anzeige klickte, musste keinen Lebenslauf hochladen. Wir bauten einen interaktiven Fragebogen für das Smartphone:
  1. Hast du Erfahrung im Gerüstbau? (Ja / Nein)
  2. Besitzt du einen Führerschein Klasse C/CE? (Ja / Nein)
  3. Wann kannst du anfangen?
Das Ergebnis: Die Bewerbungsquote explodierte. Handwerker bewarben sich in der Mittagspause oder abends auf der Couch – weil es einfach war. Dies ist der Kernvorteil von Social Recruiting gegenüber klassischen Anzeigen.

Das Ergebnis: Zahlen, Daten, Fakten

Nach 60 Tagen zogen wir Bilanz. Die Zahlen sprachen für sich:
  • Reichweite: 45.000 Personen in der Region haben die Anzeige gesehen.
  • Bewerbungen: 83 eingegangene Bewerbungen.
  • Qualifiziert: 35 Kandidaten (mit Erfahrung & Führerschein).
  • Eingestellt: 12 neue Monteure (davon 2 Kolonnenführer).
Der Kosten-Vergleich: Hätte der Kunde diese 12 Mitarbeiter über einen Headhunter gesucht (Vermittlungsprovision oft 20–30 % des Jahresgehalts), hätte ihn das schnell über 100.000 € gekostet. Die Social-Recruiting-Kampagne kostete (inkl. Werbebudget) nur einen Bruchteil davon. Der „Cost-per-Hire“ (Kosten pro Einstellung) lag im niedrigen dreistelligen Bereich.

Was Sie daraus lernen können

Dieser Erfolg ist kein Zufallstreffer. Er ist reproduzierbar, wenn Sie drei Dinge beachten:
  1. Sichtbarkeit: Warten Sie nicht auf Bewerber. Kaufen Sie sich die Reichweite dort ein, wo die Zielgruppe ist (Social Media).
  2. Einfachheit: Killen Sie das Anschreiben. Machen Sie es den Leuten leicht, „Ja“ zu sagen.
  3. Geschwindigkeit: Der Kunde hat jeden Bewerber innerhalb von 24 Stunden angerufen. Wer zu langsam ist, verliert.
Aber Vorsicht: Recruiting ist nur der erste Schritt. Damit diese 12 neuen Leute auch bleiben, musste der Kunde sicherstellen, dass die Teamkultur stimmt und das Onboarding sitzt. Denn nichts ist teurer, als Mitarbeiter zu gewinnen und sie in der Probezeit wieder zu verlieren.

Fazit: Es ist Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden

Diese Case Study zeigt: Der Fachkräftemangel ist oft kein Mangel an Menschen, sondern ein Mangel an sichtbaren Angeboten. Die Monteure sind da. Sie arbeiten nur aktuell noch bei Ihrer Konkurrenz.
Wenn ein Mittelständler in NRW 12 Leute in 8 Wochen finden kann, können Sie das auch. Sie brauchen nur die richtige Methode.

Ihre Auftragsbücher sind voll - aber das Team ist am Limit?

Klassische Stellenanzeigen erreichen die guten Fachkräfte heute nicht mehr. Lassen Sie uns im persönlichen Gespräche prüfen, wie wir für Ihren betrieb planbar neue Mitarbeiter gewinnen - ohne Zeitungsannonce oder Headhunter.
Persönliches Strategiegespräch
Kostenlos & unverbindlich für Geschäftsführer.

Weitere Artikel

Gerüstbau
Die Anleitung für dieses Ergebnis
Die Case Study zeigt, dass es geht – dieser Artikel erklärt, wie es geht. Ihr Schritt-für-Schritt-Guide, um genau wie im Beispiel erfahrene Gerüstbaumonteure für Ihren Betrieb zu gewinnen.
Strategie & Grundlagen
Warum Zeitung & Co. nicht mehr reichen
Solche Ergebnisse schaffen Sie 2026 nicht mehr über das Arbeitsamt. Erfahren Sie, warum Social Recruiting der entscheidende Hebel in dieser Erfolgsgeschichte war und wie Sie ihn nutzen.
Gerüstbau
Was Sie unbedingt vermeiden müssen
Um 12 Leute in 60 Tagen einzustellen, muss der Prozess reibungslos laufen. Prüfen Sie, ob Sie noch einen dieser 7 Fehler machen, die solche Erfolge in Ihrem Betrieb bisher verhindert haben.